Warum Psychotherapie
Wir müssen uns im Laufe unseres Lebens immer wieder Herausforderungen stellen, schwierige Situationen oder besondere Lebensbelastungen meistern, auf die wir nicht vorbereitet sind, die uns an unsere Grenzen bringen und uns erschüttern können. Dies können beispielsweise Probleme in der Familie, Stress in der Schule oder auch Konflikte mit Freunden sein.
Schwierigkeiten, Krisen und Ängste gehören zum Leben dazu, jedoch schafft es nicht jeder junge Mensch gut damit umzugehen. Kinder oder Jugendliche reagieren dann beispielweise durch Ängste, Wut oder auch Traurigkeit. Es kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, sozialem Rückzug oder auch Aggressionen gegen sich oder andere kommen.
Vielleicht bist Du manchmal traurig und weißt nicht warum, hast keine Lust mehr etwas zu unternehmen, oder hast plötzlich schreckliche Angst in Situationen die früher für Dich normaler Alltag gewesen sind. Vielleicht hast Du Stress in der Schule und fühlst Dich erschöpft. Du hast vielleicht Schwierigkeiten mit anderen ins Gespräch zu kommen und fühlst Dich auch manchmal allein.
Psychotherapie ist dann sinnvoll, wenn man mit Konflikten, Schwierigkeiten oder Symptomen nicht mehr alleine zurechtkommt, seelische Probleme nicht mehr selbst bewältigt werden können.
In der Psychotherapie versucht man die Ursachen von Problemen herauszufinden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Was bedeutet Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie wurde aus der Lerntheorie entwickelt. Sie besagt, dass Menschen im Laufe ihres Lebens Denk- und Verhaltensmuster erlernen, um mit unterschiedlichen Lebenssituationen umzugehen und sich im Leben zurecht zu finden. Das bedeutet das unsere Überzeugungen, Gedanken und die Bewertung einer Situation Einfluss darauf nehmen wie wir uns fühlen und verhalten.
Sie geht davon aus, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von ungünstigen Verhaltens- und Denkmustern sind, welche im Laufe der Entwicklung erlernt wurden; und welche durch eine Veränderung und das Erlernen neuer und hilfreicher Verhaltensmuster auch wieder verlernt werden können.
In der Verhaltenstherapie wird erlernt, wie man unter anderem körperliche Signale besser versteht, oder auch mit unterschiedlichen Gefühlen besser umgeht. Es geht darum zu verstehen wie die Probleme und Symptome entstanden sind und wodurch sie aufrechterhalten werden. Es werden nicht mehr passende Verhaltensweisen und Denkmuster durch hilfreichere und förderliche individuelle Ansätze und Lösungswege zur Bewältigung der Schwierigkeiten erarbeitet und ersetzt. Ein neuer Umgang mit sich oder den Beschwerden wird entwickelt, Bewältigungsstrategien im Alltag aufgebaut und so die Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen, sowie deren Familien verbessert.
Die Therapie erfolgt ressourcenorientiert, die Aufmerksamkeit richtet sich entsprechend nach den Stärken der Patienten. Wir bauen die Fähigkeiten aus, um eine bessere Alltagsbewältigung zu erreichen und eine Veränderung herbeizuführen. Kinder und Jugendlichen lernen sich selbst zu steuern und zu erkennen sich verändern zu können.
Die Verhaltenstherapie stellt also eine Hilfe zur Selbsthilfe dar.